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Konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt

"Konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt"

Kirchheim kann sich für vier weitere Jahre mit dem Titel "Fairtrade-Town" schmücken. Der Träger der bundesweiten Kampagne würdigt damit die Bemühungen in der Teckstadt für fairen Handel.

Urkunden werden der Kirchheimer Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker schon von Amts wegen oft übergeben. Das Schriftstück aber, das ihr unsere Vorsitzende Songard Dohrn im Weltladen überreichte, dürfte die Stadtchefin besonders gefreut haben: TransFair aus Köln, der Träger der deutschen Fairtrade-Town-Kampagne, verlängert den Titel, der Kirchheim vor rund zwei Jahren verliehen worden war, um weitere vier Jahre. Bis mindestens 2016 kann die Stadt unter der Teck mit dem Titel einer Stadt des Fairen Handels (FTT) für sich als weltoffene Kommune mit sozialer Verantwortung werben. Durch das Engagement für den Fairen Handel vor Ort nehme Kirchheim eine Vorreiterrolle ein und setze "ein konkretes Zeichen für eine gerechtere Welt", gratuliert TransFair-Geschäftsführer Dieter Overath der Stadt und den FTT-Aktiven in der Urkunde zur erneuten Titelverleihung.
Den werbewirksamen Titel verdankt Kirchheim dem vielfältigen Engagement einer lokalen Steuerungsgruppe, in der Vertreter aus Handel, Gewerbe, Schulen, Kirchen und bürgerschaftlich Engagierten gemeinsam für ein Ziel arbeiten: diesem Ruf des Vorreiters auch in den kommenden Jahren gerecht zu werden. 2010 war Kirchheim die erste Kommune im Großraum Stuttgart, die sich der seit dem vorigen Jahr in Deutschland laufenden FTT-Kampagne angeschlossen hatte. Die Teckstadt war damit erst die 30. Stadt bundesweit. Mittlerweile ist die Liste stattlich länger: 214 Kommunen zwischen Eckernförde an der Ostsee und Sonthofen im Oberallgäu, die den Titel einer Fairtrade-Town erreicht haben oder ihn anstreben, verzeichnet TransFair derzeit.

"Wir konnten in den vergangenen beiden Jahren nicht nur unseren Standard halten, sondern unsere Aktivitäten in verschiedenen Bereichen ausbauen." So lautete das zufriedene Fazit von Songard Dohrn, als sie der Oberbürgermeisterin die neue FTT-Urkunde präsentierte. Dohrn ist die Sprecherin der lokalen FTT-Steuerungsgruppe.

Ganz besonders eine Altersgruppe hat sie nach eigenen Worten bei unserer Bildungsarbeit im Blick: Jugendliche sollen für Fragen der Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit gewonnen werden. Das bedeutet auch, diese für politisches Engagement zu interessieren und sie zu ermutigen, eine eigene Meinung zu haben und sich einzumischen.

Ein Datum erwähnte Songard Dohrn bei der kleinen Feierstunde im Weltladen ganz besonders: Samstag, 20. April 2013. Dann feiern wir den zehnten Geburtstag unseres Weltladens. Dessen Räume nutzen wir nicht nur als Verkaufsfläche für fair gehandelte Waren aus den Ländern des Südens, sondern auch als Ort für viele unserer Veranstaltungen in Sachen Bildungsarbeit. Begangen wird der Geburtstag aber mitten in der Stadt: Ab 11 Uhr an jenem Samstag laden die Mitglieder des Vereins und des Ladenteams unter und vor den Arkaden am Rathaus (Marktstraße 14) zum Mitfeiern ein.

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Fairtrade-Town

 

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