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Trommelwirbel zum Weltladen-Fest

War das ein mitreißender Rhythmus zum Auftakt des Fests, mit dem der Weltladen Kirchheim vor dem Rathaus der Teckstadt sein zehnjähriges Bestehen gefeiert hat: "TrommelFell", die Trommelgruppe der Raunerschule, sorgte mit fetzigen Klängen schnell dafür, dass es den zahlreichen Gästen der Feier warm ums Herz wurde – da konnten der strömende Regen und der pfeifende Wind noch so kalt sein.

Weltladen KirchheimDass der Weltladen und die Werkrealschule Rauner eine gute und viel versprechende Zusammenarbeit pflegen, konnten die Besucher am eigenen Leib erfahren. Unermüdlich waren Mädchen der Schule unterwegs, um die Gäste mit leckeren Häppchen zu versorgen, während ihre Mitschüler diejenigen betreuten, die sich beim Torwand-Schießen versuchten.

Von so viel Engagement beeindruckt war Jürgen Menzel vom baden-württembergischen Dachverband Entwicklungspolitik, der den vielen Ehrenamtlichen im Weltladen Kirchheim zum runden Geburtstag gratulierte. Sie hätten in diesen ersten zehn Jahren viel bewegt und sich für die Sache des Fairen Handels eingesetzt, genauso wie rund 5.000 Ehrenamtliche in 200 Weltläden alleine in Baden-Württemberg. Den Menschen in den Ländern des Südens ermöglichten sie damit, für hochwertige Waren einen fairen Preis zu bekommen, der ihnen ein selbstbestimmtes Leben in Würde ermöglicht. Davon profitieren nach seinen Worten viele Kleinbauern und Kooperativen.

Eine informative Kulisse für das Weltladen-Fest bildeten Schautafeln, auf denen die Schülerinnen und Schüler der Rauner-Schule ihre im vergangenen Jahr preisgekrönte Arbeit über den Weltladen als Erfolgsmodell für den Fairen Handel präsentierten. Menzel regte die Schüler an, sich beim Wettbewerb "Faire Schule" zu bewerben. Ein Vorschlag,
mit dem er bei der Vorsitzenden des Eine-Welt-Vereins, Songard Dohrn, auf offene Ohren stieß: Gemeinsam mit Hans-Werner Schwarz, Mitglied des Vereins, ist sie bereits das dritte Jahr in Folge regelmäßig in der achten Klasse der Schule in Sachen Fairer Handel im Einsatz.

"Zehn Jahre Weltladen heißt, ein Jahrzehnt Verantwortung über unsere Stadt hinaus zu übernehmen", gratulierte Kirchheims Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker dem Team im Weltladen und im Eine-Welt-Verein Kirchheim, der ihn als Fachgeschäft für Fairen Handel betreibt. Mit diesem Engagement sei das Versprechen verbunden, für Solidarität und Gerechtigkeit und für den Erhalt der Lebensgrundlagen in der Dritten Welt einzutreten. Ihre Glückwünsche richtete die Stadtchefin an das Team im Weltladen, aber auch an alle Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt: Sie profitierten vom Weltladen mit seinen Produkten und seinen Informationen rund um den Fairen Handel. Dies habe wesentlich mit Menschenwürde zu tun, fördere demokratische Strukturen und bewahre vor Verelendung und Landflucht. "Fairer Handel und Friedensarbeit sind Geschwister", zitierte sie Willi Moosmann, den Vorsitzenden der "Aktion Dritte Welt".

Aus diesem Grund habe die Bürgerstiftung der Stadt im November 2002 dem Eine- Welt-Verein gerne finanziell unter die Arme gegriffen bei seinem Vorhaben, einen Weltladen in Kirchheim zu eröffnen. Auch die evangelischen und katholischen Kirchengemeinden hätten sich daran beteiligt, für Matt-Heidecker ein Beispiel für das gute Miteinander von Kirche und Stadt. "Der Weltladen ist zu einer festen Größe in der Dettinger Straße geworden" mit seinen Produkten aus Fairem Handel genauso wie als Plattform für viele Angebote in Sachen Bildung und Information, lobte Angelika Matt-Heidecker. Mit vielen Aktionen und Veranstaltungen zu ganz unterschiedlichen Themen hat der Verein nach ihren Worten auf den Fairen Handel aufmerksam gemacht und ihn in die Breite getragen. Der Weltladen habe in Kirchheim zu einer Verhaltensänderung im Konsum beigetragen und habe dieses Bewusstsein unermüdlich in die Schulen getragen. Damit sei er "zu einem Leuchtturm geworden, der Impulse gibt und ansteckt. Zur Bildergalerie ...

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